Arbeit

Wir identifizieren uns sehr mit unserer Arbeit und es ist oft ein Bereich unseres Lebens, über den wir unseren Stand in der Gesellschaft definieren. Dieses Gefühl des „Gebrauchtwerdens“ ist auch für Flüchtlinge ein Grundbedürfnis. Sie würden gerne – wie in ihrer Heimat – am Arbeitsleben teilnehmen. Dies lässt die Gesetzgebung aber nur in Grenzen zu.


Angebot der Bundesagentur für Arbeit

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden gegenwärtig Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Studium gesucht. Im Rahmen eines Projekts der Bundesagentur für Arbeit werden mittels eines Fragebogens (Kompetenzerhebungsbogen) Schulausbildung, Berufsausbildung etc. abgefragt, um den Flüchtlingen gezielter einen Einstieg in Arbeit, Ausbildung oder Studium zu ermöglichen. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos und hat keinen Einfluss auf das Asylverfahren.

Bitte den Kompetenzerhebungsbogen (deutsch/arabisch) gemeinsam mit den Flüchtlingen ausfüllen und per Mail an  gregor@doege.de

mit dem Betreff: Kompetenzerhebung (Name des Flüchtlings) oder beim Pfarrbüro, Am Markt 3, Altenahr, z. Hd. Gregor Doege, abgeben.

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Rückfragen beantwortet Gregor Doege, Flüchtlingskoordinator des Netzwerks unter Tel.: 0152 28694323 oder Frau Schön, Deutsches Rotes Kreuz, Tel.: 0171 8441057

Arbeitsverbot für 3 Monate

Asylbewerber brauchen eine Arbeitserlaubnis, um arbeiten zu dürfen. In den ersten drei Monaten nach der Ankunft in Deutschland besteht grundsätzlich Arbeitsverbot nach § 61 Asylverfahrensgesetz (Ausnahme: Arbeitsgelegenheit bei einer staatlichen Stelle oder gemeinnützigen Einrichtung mit einem Stundenlohn von 1,05 €).

Eingeschränkte Arbeitserlaubnis

Nach Ablaufvon drei Monaten kann eine eingeschränkte Arbeitserlaubnis nach § 32 Beschäftigungsverordnung bei der Ausländerbehörde beantragt werden, wenn man eine Arbeitsstelle/eine Berufsausbildungsstelle oder eine Praktikumsstelle gefunden hat. Dies gilt für Personen mit laufendem Asylverfahren also Aufenthaltsgestattung (§ 55 Asylverfahrensgesetz) als auch für Personen mit Duldung (§ 60a Aufenthaltsgesetz) sofern kein ausländerrechtliches Arbeitsverbot besteht.

Uneingeschränkte Arbeitserlaubnis

Eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis nach § 31 Beschäftigungsverordnung erhalten Personen, deren Asylverfahren positiv abgeschlossen ist oder Personen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung, die sich bereits 48 Monate rechtmäßig in Deutschland aufhalten. Personen mit uneingeschränkter Arbeitserlaubnis dürfen jede Arbeit aufnehmen und müssen keine Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragen. Selbständige Beschäftigung ist weiterhin untersagt.


Die Beantragungs- und Genehmigungsverfahren sind sehr kompliziert und es gibt vieles zu beachten. Wir stellen gerne den Kontakt zu den entsprechenden Behörden und Organisationen her.

Bitte wenden Sie sich im Einzelfall an Gregor Doege, gregor.doege@bistum-trier.de, oder eine der Hilfsorganisationen oder die Ausländerbehörde des Kreises.

Nachbarschaftshilfe

Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ist es jedoch möglich „mitanzupacken“. Auch gemeinsames Arbeiten fördert die Integration und ein Kennenlernen untereinander sowie das Knüpfen sozialer Kontakte.

Wichtig dabei ist, dass Nachbarschaftshilfen nicht monetär vergütet werden dürfen. Einer „Entlohnung“ mit Sachgütern steht allerdings nichts entgegen.


Das Flüchtlingsnetzwerk versucht, Arbeitsbietende und Arbeitssuchende zusammenzubringen.

Sollten Sie in Ihrem Betrieb eine Arbeitsstelle, einen Ausbildungsplatz oder eine Praktikumsstelle zur Verfügung haben, melden Sie sich bitte bei uns.

Wir prüfen zusammen mit den zuständigen Stellen, ob ein Flüchtling mit der entsprechenden Ausbildung zur Verfügung steht, der nach den arbeitsrechtlichen Vorschriften arbeitsberechtigt ist.

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Jobbörse für Geflüchtete und Arbeitgeber, die ihnen Chancen eröffnen wollen.

Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland – make it in Germany

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen – Portal der Bundesregierung