Lustige Shirts und ein wieherndes Pferd

Beim zweiten Kleiderbazar gab es überwiegend  Sommerkleidung

Am frühen Freitagmorgen wissen die Helfer im Bürgerhaus Kreuzberg nicht so recht, ob sie sich nur freuen sollen über die Berge von Spielzeug und Kleiderspenden, die sich vor ihnen türmen. Denn den ganzen Tag über werden sie all die Handtücher und Bettbezüge falten, die Kleider auf Bügel hängen, die T-Shirts, Jeans, Pullis und Oberhemden nach Größen sortieren müssen.

 

Zehn Männer und Frauen sind den ganzen Tag damit beschäftigt, acht bestreiten die nächste Schicht am Samstagvormittag. Das Flüchtlingsnetzwerk hat dazu aufgerufen, für den zweiten Basar vor allem Sommerkleidung zu spendieren. Und da finden sich jetzt zarte Blümchenblusen, karierte Sommerhemden, raffinierte Roben für laue Abende, lustige Kindershirts, Latzhosen, Flatter-Röcke.

„Wir freuen uns sehr über die tollen Sachen“, sagte Stephanie Mischo vom Team Haben&Geben. Mehr als hundert Männer, Frauen und Kinder aus der ganzen Verbandsgemeinde schauen sich um, suchen besondere Schätzchen und finden sie. Jafarli (21) aus Aserbaidschan strahlt. Sie hat eine Hose aufgetan, die ihr sehr gefällt. Die Bereitschaft, sich für das Netzwerk zu engagieren, steigt. Den überwältigend erfolgreichen Basar unterstützen das Kaufhaus Moses aus Bad Neuenahr und „Kik“ aus Ahrbrück. Sie leihen den Helfern Kleiderständer aus. Der Getränkefachmarkt an den Märkten in Ahrbrück steuert drei Kästen Wasser bei, die Bäckerei Rodert Streuselkuchen. Es ist Abend. Vor dem Bürgerhaus stehen Leute zusammen, lächeln über einen kleinen Jungen. Der sitzt glücklich auf einem Plüschpferd. Ergattert auf dem Basar. „Hü“, ruft er. Und das Pferd wiehert sogar.


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